Aktives Musizieren

W as bringt aktives Musizieren?

Macht aktives Musizieren nur Spaß?

Musizieren ist viel mehr als nur Spaß, denn es fördert erheblich die physische und psychische Entwicklung der Musikschüler.

 

Sozialverhalten

Förderung sozialen Verhaltens

Aktives Musizieren bewirkt wesentlich mehr als ausschließlich gesteigerten Spaßfaktor. Aktives Musizieren wirkt sich positiv auf die Persönlichkeitsentfaltung und das soziale Verhalten aus. Musizierende Kinder und Jugendliche gehen friedlicher miteinander um als Nichtmusizierende.

Zitat: „Wissenschaftliche Untersuchungen haben festgestellt, dass … Schüler… in den… Industrieländern, durch das Fernsehen, durch Videos, durch Computer und durch elektronische Spiele mit optischen und akustischen Reizen überflutet werden. Eine Beeinträchtigung der Allgemeinbildung und der Persönlichkeitsentfaltung ist zwangsläufig die Folge. Die Wissenschaft ist sich einig darüber, dass eine Steigerung in der Wissensvermittlung alleine das Problem nicht lösen wird. Vielmehr können in dieser mediatisierten und hektischen Zeit langfristig nur kreative Kräfte dieser Entwicklung entgegenwirken. Dieses benötigte Rüstzeug für den Einzelnen schafft z.B. die Musikerziehung.“ (Musikschul Journal März 2004)

Zitat: „Durch Musik werden Schüler ausgeglichener und konzentrationsfähiger und gehen friedlicher miteinander um.“ (Musikschul Journal März 2004)

Zitat: „ … Es ist meine tiefe Überzeugung, dass ohne musische Erziehung, insbesondere ohne Musikpädagogik, Erziehung nicht gelingen kann. Musikerziehung hat einen wesentlichen Anteil an der Ausbildung eines ausgeglichenen, kreativen, intelligenten und zu Sozialverhalten fähigen Menschen…“ (Otto Schily in Leipzig, 19. 05.2001)

 

Musikschüler sind in der Regel konzentrierter und disziplinierter als Nicht- Musikschüler

Wie der Wissenschaft seit langem bekannt ist, verfügen musizierende Kinder und Jugendliche über eine deutlich gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und Disziplin durch regelmäßiges Üben, wie die angeführten Zitate belegen:

Zitat: „ Musik beeinflusst die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Intensive Musikerziehung wirk sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit……und das Gemeinschaftsgefühl …..aus. Das zeigt die Auswertung des Fortbildungsprojektes für Grundschullehrkräfte und Erzieherinnen ‚ Förderung der Musikkultur bei Kindern der Bertelsmann- Stiftung und des NRW – Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder….. Die Musikerziehung wirkt sich auch auf das allgemeine Lern – uns Sozialverhalten aus: Viele Kinder konnten sich besser konzentrieren als zuvor, zeigten ein größeres Selbstbewusstsein, mehr Ausgeglichenheit und Gemeinschaftsgefühl.“ ( MSJK und Bertelsmann- Stiftung, 26.09.2003)

 

Musiklernen bringt eine positive Beeinflussung des Gehirns der Musikschüler!

Verschiedene Studien haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche, die sich intensiv mit Musik beschäftigen, einen höheren IQ – Wert erzielen als Kinder, die sich nicht mit Musik beschäftigen.

Zitat : „ Musiker, die seit ihrer Kindheit ein Instrument spielen, haben mehr graue Substanz als Nicht- Musiker“ ( Studie: Dr. Gottfried Schlaug, Uni Jena, in Ärztezeitung, 14.05.2001)

Zitat: „ Je eher man beginnt, ein Instrument zu spielen, desto deutlicher sind die strukturellen Veränderungen im Gehirn. Und sie bleiben offensichtlich bis ins hohe Alter erhalten…. Gehirne von Musikern zeigen viel weniger alterungsbedingten Abbau als die von Nicht- Musikern. Offensichtlich ist Musizieren ein hervorragendes Gehirnjogging. Kein Wunder, dass das Gehirn Musik so sehr liebt.“ ( Ärztezeitung, 25.07.2003)

Zitat: „Musik fördert bei Kindern das Wortgedächtnis. Forscher raten zu Unterricht. Musik trainiert das Gehirn schon in jungen Jahren: Kinder, die ein Instrument erlernen und dafür regelmäßig üben, haben ein besseres Wortgedächtnis als jene, die keinen Unterricht haben.“ ( Ärztezeitung, 31.07.2003)

 

 

Förderung der Grob- und Feinmotorik durch aktives Musizieren

Viele Kinder leiden heute unter Bewegungsmangel. Vieles in der Denk- und Wahrnehmungswelt erschließen sich Kinder aber gerade durch Bewegung z.B. durch Ertasten. Es gibt immer noch Kinder, die im Grundschulalter nicht in der Lage sind, eine Schere, ein Lineal oder einen Bleistift richtig zu halten bzw. damit umzugehen. Dieser Bewegungs- und Koordinationsunfähigkeit tritt das aktive Musizieren massiv entgegen.

Feinmotorik 2

Zitat: „ Eine Kompaktbegründung für Wirkung des Musizierens lässt sich wie folgt formulieren: Ein Instrument zu spielen ist eine der komplexesten menschlichen Tätigkeiten. Schon bei einfachsten Stücken werden Fähigkeiten des Intellekts (Begreifen), der Grob- und Feinmotorik (Greifen), der Emotion (Ergreifen) und der Sinne beansprucht. Die präzise Koordination der Hände und Finger auf Saiten oder Tasten verlangt eine ausgeprägte Feinmotorik und räumliches Vorstellungsvermögen. Vom- Blatt- Spielen erfordert die schnelle und gleichzeitige Verarbeitung von Informationen in extremer Fülle und Dichte (Noten, Takt, Tempo, Lautstärke, Agogik usw.). Abstraktes und komplexes Denken sind beansprucht, auch im Voraus- und Nachhören der Musik zum gerade gespielten Takt. Dies wiederum bedeutet eine Aktivität unter den extremsten Bedingungen der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Bei keinem anderen Fach, bei keiner anderen Tätigkeit muss ein Kind so viele Entscheidungen gleichzeitig treffen und diese kontinuierlich über lange Zeitstrecken hinweg abarbeiten.“ (Dr. Hans Günther Bastian: Musik (Erziehung) und ihre Wirkung )